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Geothermische Ressource: Tiefengrundwasser

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Nutzung der Geothermie mit Erdwärmesonden

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Rechenbeispiele

Ein Neubau mit guter Wärmedämmung, Fläche von 180 Quadratmeter. Bei einer maximalen Sperrzeit von 3 x 2 Stunden und bei minimaler Außentemperatur (EN 12831) liegt der Leistungsbedarf bei etwa 10 kW. Für einen ganzen Tag ergibt sich so ein Tages-Heizwärmebedarf von 240 kWh (10kW X 24h).
Wegen der Sperrzeiten (3x2 Stunden) stehen zur Deckung des maximalen Tages-Heizwärmebedarfs nur 18 h/Tag zur Verfügung. In dieser Rechnung bleiben wegen der Gebäudeträgheit zwei Stunden unberücksichtigt.
240 kWh/20h = 12 kW
So ist nach dieser Rechnung die Leistung einer Wärmepumpe von 12 kW ausreichend.

Trinkwassererwärmung

Im üblichen Wohnhausbau kalkuliert man für die Auslegung den maximalen Warmwasserbedarf mit rund 50 Litern pro Person und Tag bei ca. 45 ° C. Dies bedeutet eine zusätzliche Heizleistung von etwa 0,25 kW pro Person bei einer Aufheizzeit von acht Stunden. Die Zuschläge und die Auslegung der Wärmepumpe lassen sich nach DIN 4708 Teil 2 genau berechnen.

Diese "erste" Rechnung ist wenig detailliert und kann nur zur Vorprojektierung dienen. Die endgültige Auslegung der erforderlichen Heizleistung ist erst nach einer Heizlastberechnung möglich.
Bei Auswahl der Wärmepumpe sind die Besonderheiten der möglichen Wärmequellen zu berücksichtigen.

Die Zukunft der Wärmepumpe - Gute Aussichten

Die Zukunft der Wärmepumpe gestaltet sich vielversprechend. Dazu tragen einen Reihe von Gründen bei: An erster Stelle sind staatliche Begründungen und Verordnungen zu nennen. Die Bundesregierung nennt in ihrer Broschüre "Jetzt regenerative Energien nutzen" folgende Argumente für die Zukunft: "Alle Wärmepumpen, ... sind bezüglich der CO2-Emmissionen günstiger als konventionelle Ölheizungsanlagen. Betrachtet man weiter Schadstoffemissionen wie SO2, NoX und Staub, so zeigt sich, dass die Elektro-Wärmepumpen im Vergleich zur Ölzentralheizung den Schadstoffausstoß erheblich reduzieren."

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) misst der Wärmepumpe eine große Bedeutung in Zukunft bei der schrittweisen Ersetzung alter Heizkessel bei. Wörtlich heißt es dort: "In Heizungsanlagen, die vor dem Inkrafttreten der ersten Heizungsanalgen-Verordnung (1. Oktober 1978) errichtet, bzw. in Betrieb genommen wurden, sind noch rund drei Millionen veraltete Heizkessel in Betrieb. Die Brennstoffausnutzung und damit die energetische Qualität dieser Kessel ist im Vergleich zum heutigen Standard im Allgemeinen deutlich schlechter, da sie u.a. häufig überdimensioniert und nur unzureichend gegen Wärmeverluste gedämmt sind. Zur Senkung des Energieverbrauchs dieser veralteten Heizungsanlagen können moderne Wärmeerzeuger, wie z.B. Wärmepumpen, einen erheblichen Beitrag leisten. Das hiermit erschließbare CO2-Minderungspotenzial ist beträchtlich." (EnEV, Begründung zu §9 "Nachrüstung zu Anlagen und Gebäuden", Abs. 1).

Wirtschaftliche Faktoren: sparsamer Betrieb

Doch auch andere Faktoren lassen die Verwendung einer Wärmepumpe für die Zukunft sinnvoll erscheinen. So spricht die Entwicklung von Öl- und Gaspreisen gegen konventionelle Heizsysteme. Gleichzeitig sinken die Investitionskosten für Wärmepumpen, die sich zudem zwischenzeitlich auf einem absolut verlässlichen technischen Niveau bewegen. Nicht selten wurden in der Vergangenheit Wärmepumpen falsch dimensioniert - das hat sich grundlegend geändert. Durch stichhaltige Informationsschriften und Schulungsmaßnahmen für das Fachhandwerk haben vor allem auch die Hersteller von Wärmepumpen dazu beigetragen, dass falsche Beratung und falsche Auslegung von Wärmepumpen-Systemen heute nicht mehr an der Tagesordnung sind.
Eine Umfrage unter Kunden von Wärmepumpen-Systemen durch den Initiativkreis Wärmepumpe (IWP) ergab, dass Wärmepumpen unter Verbrauchern als ausgereiftes und verlässliches Heizungssystem anerkannt werden. Als Kaufgründe nannten 80 Prozent der Befragten "ein umweltfreundliches Heizsystem", 50 Prozent erwähnten den "sparsamen Betrieb", 40 Prozent der Befragten nannten die "Unabhängigkeit von Preisschwankungen bei Heizöl oder Gas" als Kaufgrund und 20 Prozent schätzen die "Platzersparnis" bei Wärmepumpen, da Energie in Zukunft nicht mehr bevorratet werden muss.

 

 
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